
Öffentlicher Vortrag am Montag, dem 23. November 2026 von 17 – 18 Uhr im Forum – VHS Münster, Aegidiistraße 70, 48143 Münster
Thema: Verzeihen? Vom Umgang mit eigener und fremder Schuld (nicht nur) am Lebensende”
Die Begegnung mit Unrecht ist im menschlichen Leben unausweichlich, und das gleich im doppelten Sinne: Oft genug sind wir selbst es, die andere verletzen. Aber auch sie fügen uns Wunden zu, von denen manche nur schwer heilen.
Wie gehen wir damit angemessen um? Was sollen wir tun angesichts der Erfahrung von eigener und fremder Schuld?
Diese Fragen beschäftigen Menschen seit Jahrtausenden, und ähnlich alt ist eine Empfehlung, die wir alle von klein auf kennen: Es ist der Rat, einander zu verzeihen. Was geschehen ist, ist nun mal geschehen. Niemand kann rückgängig machen, was er oder sie getan hat, und Schuld lässt sich nicht ausradieren.
Um mit uns selbst und anderen in Frieden leben und schließlich in Frieden sterben zu können, müssen wir einen Weg finden, die Vergangenheit hinter uns zu lassen und zu verzeihen.
Was ist von dieser Empfehlung zu halten? Ist Vergebungsbereitschaft wirklich unter allen Umständen eine Tugend? Was bedeutet es, jemandem zu verzeihen und welche Rolle spielt die (Bitte um) Verzeihung am Lebensende?
Referentin: Frau Dr. Prof. Susanne Boshammer ist seit 2013 Professorin für Praktische Philosophie an der Universität Osnabrück und aktuell Geschäftsführende Institutsdirektorin.


