Sterben, Tod und Trauer in Social Media? 🕊️
Auch wir stellen uns regelmäßig die Frage, ob unsere Themen ihre Berechtigung haben in einem Umfeld, das nach Aufmerksamkeit schreit, in dem der Algorhythmus Sensation und Angst belohnt. Viele Nachrichten und Posts regen uns auf oder verunsichern. Auch unsere Themen rund um Sterben, Tod und Trauer sind herausfordernd. Umso mehr bieten sie Gelegenheit, einen Schritt zurückzutreten. 🌿 Ruhig zu werden, besonnen nachzudenken, sich Zeit zu lassen. ⏳ Auch so kommt Neues in die Welt. ✨
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Gestern durfte unser Vorbereitungskurs einen ganz besonderen Einblick gewinnen. 🕊️✨
Gemeinsam waren wir im Krematorium Osnabrück und haben den Weg eines Verstorbenen vom Eintreffen im Krematorium bis zur Kremation nachvollzogen. Dabei konnten wir viele spannende und wertvolle Einblicke in die Abläufe und die Arbeit im Krematorium gewinnen. 🤍
Ein herzliches Dankeschön an das Krematorium Osnabrück für die informative und einfühlsame Führung 🙏 und dafür, dass ihr uns diesen besonderen Einblick ermöglicht habt. 🌿
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Sterbende zu begleiten, ist doch sehr schwer! 💭 Das wird immer wieder vermutet. Wir empfinden es meistens nicht so, denn wir sind sehr oft willkommen. 🤍 Und die Menschen geben uns häufig so viel, wie wir ihnen. 🌿✨
Brigitte – Sterbebegleiterin 🕊️
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Dürfen Sterbebegleiter eigentlich trauern? 💭❤️
An einem Samstag Mittag fahre ich in den Friedwald. Es ist mein erster Besuch dort. Zugleich mein letzter Besuch als Sterbebegleiterin bei Herrn J. Er wird dort beigesetzt. Fast ein ganzes Jahr habe ich ihn regelmäßig besucht. Einmal hat er mir das Versprechen abgenommen, dass ich ihn bis zuletzt besuche. Jetzt also ist "Zuletzt". 🕊️
So sitze ich im Kreise der Familie am Andachtsplatz, um mich von „meinen Herrn J.“ und von meiner ersten Sterbebegleitung zu verabschieden. Ich bin überrascht, wie traurig ich bin. Mit ein bisschen Trauer hatte ich gerechnet, aber nicht damit, dass auch ein paar Tränen fließen. 😢
Für mich war Herr J. der erste Mensch, an dessen Seite ich als Sterbebegleiterin sein durfte. Wir haben ein enges Band knüpfen können, in dem wir uns viel über seine Biographie mit allen Höhen und Tiefen ausgetauscht haben. 🤝❤️ Wir haben über das Sterben gesprochen und über das, was nicht mehr möglich ist am Ende eines langen Lebens. Wir haben uns jedes Mal gefreut, ihn zu sehen und Zeit mit ihm verbringen zu können. Ich denke gerne an ihn – und so sind auch die Tränen und die Trauer für mich okay. 🌿🕯️
Andrea - Sterbebegleiterin
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Frieden finden
In den letzten Wochen des Lebens lassen sich Probleme nicht einfach lösen oder sogar aus der Welt schaffen. „Mit dem Leben abschließen“, „seinen Frieden finden“. Davon spricht man oft, wenn ein Mensch stirbt. Manchmal sollen Wunden geheilt werden, die das Leben gerissen hat; ungeklärte Situationen, alte Streitigkeiten sollen geklärt werden. Das erleben wir auch in der Sterbebegleitung. Für uns steht immer an erster Stelle das Zuhören. Wir bewerten nicht. Wenn es gewünscht wird, zeigen wir Möglichkeiten auf, geben Denkanstöße. Auch wenn Brüche im Leben nicht mehr gekittet werden können: Es hilft Menschen, wenn sie erzählen können, ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Klaus-Dieter, ehrenamtlicher Sterbebegleiter
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Wer weiß, was ein Mensch am Lebensende braucht?
Das sollte jeder Mensch selbst entscheiden können. Denn darum geht es: Um Selbstbestimmung. Die Hospizbewegung hilft, die Wünsche zu erkennen und zu benennen. Brauchst du Zeit? Oder Nähe? Zuhören oder Sprechen? Sind Wünsche täglich anders? Wir sind für schwerkranke Menschen, für ihre Angehörigen und für die Menschen im Umfeld da. 💛
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