Erfahrungsbericht einer Gruppenteilnehmerin

Zehn Monate nach dem Tod meines Mannes wurde ich durch eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Hospizbewegung auf ein Trauerseminar aufmerksam gemacht. Dieses wurde im Haus der Familie von Mitarbeitern der ambulanten Hospizbewegung durchgeführt und sollte acht Abende umfassen.

Am Anfang hatte ich viele Zweifel. Es hat mich viel Überwindung gekostet, den ersten Schritt zu tun, um an einem solchen Treffen teilzunehmen. Ich hatte viele Fragen, die mich beschäftigen: Warum soll ich mich mit den Problemen anderer belasten? Habe ich mit meiner Trauerbewältigung nicht genug zu tun? Kann ich überhaupt mit Fremden über meine Ängste und Trauer reden?

Heute bin ich froh, dass ich qualifizierte Hilfe angenommen habe. Alle Kursteilnehmer waren in der gleichen Situation:

• Wir konnten weinen und fühlten uns angenommen.
• Wir hatten jemanden, der uns zuhörte und Verständnis hatte.
• Wir erarbeiteten uns Möglichkeiten, mit bestimmten Situationen umzugehen.
• Wir haben gelernt, den Verlust als Teil unseres Lebens anzunehmen.
• Wir bekamen Anregungen, um uns das Leben selbst etwas zu erleichtern.

Die Kursleitung begleitete uns mit sehr viel Fingerspitzengefühl. In der ersten Zeit danach fehlten mir sogar die Gesprächsabende.

Aus eigener Erfahrung kann ich nun jedem Trauernden raten, eine solche Hilfe anzunehmen.

M. B.